Neutrolin

Neutrolin® ist ein nicht-antibiotisches Antiinfektivum, das als Vorbeugelösung zur Verringerung der Gefahr von Infektionen und Blutgerinnseln (Thromben) dient und dadurch die sichere und effektive Verwendung von zentralen Venenkathetern (CVCs) ermöglicht.

Neutrolin besitzt die CE-Kennzeichnung für die Verwendung in der Europäischen Union bei Hämodialyse mit einem getunnelten zentralen Venenkatheter sowie für die Verwendung bei Krebspatienten, die Chemotherapie, Hydratation oder Medikamente mit einem zentralen Venenkatheter erhalten. Die CE-Kennzeichnung deckt ebenfalls Patienten ab, die Medikamente und Flüssigkeiten über einen zentralen Venenkatheter in Intensivpflegeeinheiten (kardiologischen, chirurgischen und neonatalen Intensivstationen sowie Notfallambulanzen) erhalten. Des Weiteren besitzt Neutrolin die CE-Kennzeichnung für vollkommen parenterale bzw. IV-Ernährung.

Neutrolin ist eine urheberrechtlich geschützte Formulierung von 1,35 % Taurolidin, 3,5 % Citrat und 1.000 IE/ml Heparin, die zur Füllung von Katheterlumen bei Nichtbenutzung verwendet wird, die sie steril hält und die Blutgerinnsel (Thromben) verhindert. Taurolidin, der zentrale Bestandteil von Neutrolin, ist ein Aminosäurederivat mit antimikrobieller Breitbandwirkung gegen gram-positive und gram-negative Bakterien, einschließlich antibiotikaresistenter Stämme sowie Mykobakterien und klinisch relevanter Pilze, darunter Aspergillus.

Eine, nach der Markteinführung durchgeführte Studie untersuchte den klinischen Nutzen von Neutrolin bei der Verhinderung von Infektionen in Zusammenhang mit Kathetern (CRBSIs) und Thrombose. Im Rahmen dieser Studie wurden 202 Hämodialysepatienten an 20 Hämodialysezentren in Deutschland in das laufende Neutrolin Use Monitoring Programm (NUMP) rekrutiert. Dies entspricht 15.464 Dialysesitzungen in einem Zeitraum von 26 Monaten mit insgesamt 36.083 Hämodialysekathetertagen. Die Daten dieser Studie zeigten, dass die Verwendung von Neutrolin in Zusammenhang mit einem Rückgang der CRBSI-Rate um 96,0 % und von Thrombosen um 96,7 % steht, verglichen mit dem publizierten, historischen Benchmark von 3,5 CRBSIs und 2 ‑ 3 Thrombosefällen je 1.000 Kathetertage. Es wurden keine nennenswerten Arzneimittelnebenwirkungen berichtet, die zur Beendigung der Verwendung von Neutrolin führten. Die Daten aus der praktischen Anwendung im Rahmen des Neutrolin Use Monitoring Programms deuten ebenfalls darauf hin, dass Neutrolin:

  • zur Verhinderung entzündlicher Komplikationen beiträgt, die der Hauptgrund der Morbidität von Hämodialysepatienten mit terminaler Niereninsuffizienz sind
  • die Notwendigkeit der Verwendung lokaler und systemischer Antibiotika reduziert, die mikrobielle Resistenz und das Infektionsrisiko erhöhen
  • die Wahrscheinlichkeit von Katheterversagen reduziert
  • die Lebensdauer von Kathetern verlängert, womit die Notwendigkeit von Wiedereinführungen zurückgeht
  • die Dauer von Krankenhausaufenthalten verringert

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